About
Ich bin inspiriert von der Vorstellung, dass fotografische Abbildungen nicht nur tote Materie sind, die mit Hilfe von optischen Informationen im Gehirn ihrer Rezipienten Erfahrungen und Assoziationen hervorrufen.
Vielmehr glaube ich daran, dass Fotografien ähnlich wie Wasser Energie speichern und abgeben.
Geprägt durch die Begegnung mit dem Alchemisten und Fotografen Marino Lazzeroni verfolge ich dabei die Idee „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ auf die Fotografie zu übertragen und den Kameraauslöser im Moment des Einsseins mit dem Motiv zu betätigen.
Mein besonderes Interesse gilt dem Begriff der Polarität. Gegenseitige Pole wie oben und unten, Licht und Schatten, heiß und kalt oder Yin und Yang bedingen sich einander und ergeben ein Ganzes. Sie spannen die Realität auf, wie wir sie kennen und ermöglichen es, eine materielle Welt wahrzunehmen.
Fotografie ist in meinen Augen ein hervorragendes Medium, um diese Zusammenhänge zu beleuchten.
Mit meinem Hauptthema "Vom Wesen der Dinge" möchte ich scheinbar Selbstverständliches aus seinem Kontext lösen und hinter die Welt der Materie blicken.